Websites einzeln bauen oder sequentiell?

Oft kommt die Frage auf, ob es wirklich so gut ist, seine Seite gleich als fertiges Packet auf Google loszulassen oder erstmal nur einen Teil. Wenn die Seite eh schon fertig ist, fällt die Entscheidung sicherlich etwas leichter. Doch wie soll man eine Seite, die noch in der Entwicklungsphase ist, bauen? Hier ein Ansatz auf Grundlage des Onpage-Faktors „Domain Age“.

Stellen wir uns vor, eine Person namens Peter hat 12 Themen für Websites geplant, für die jeweils eine eigene Website notwendig ist. Baut er zunächst die Website für Thema A komplett fertig und braucht dafür einen Monat, kann er danach für Thema B eine Website bauen. Wenn Website zu Thema B fertig ist, rankt Website zu Thema A schon gut, die zu Thema B noch garnicht. In dieser Rechnung wäre das Ranking-Ergebnis auf die Gesamtheit gesehen gleich, wenn man beide Webseiten in demselben Monat nur halb bauen würde. Dann würden beide Sites nur halb ranken.

Der Ranking-Faktor Domain Age

Auf lange Sicht gesehen ist es aber vielleicht besser, viele Seiten zunächst nur rudimentär zu erstellen und diese später fertigzustellen. Denn währenddessen ernten sie noch einen Bonus: Domain Age! Erstellt Peter also 12 Seiten nur halb und braucht dafür i unserer Rechnung 6 Monate, erhalten diese nach einer Weile (bei ist es nach ca einem halben Jahr) das Domain Age von 1. Das heißt, es gibt diese Seiten schon eine Weile im Netz und Google vertraut diesen mehr als Strohfeuern, was das Ranking positiv beeinflusst. Einige Seiten mit Domain Age 1 (genau zu sagen, wie viele, ist schwer) nach modellhaften 6 Monaten stehen somit 6 fertigen Seiten gegenüber, von denen nur eine Domain Age 1 hat!

Aktualisiertheit

Außerdem hat das einen weiteren Vorteil: Wenn man die rudimentären Seiten immer wieder abwechselnd weiter ausbaut, ist das für die eigenen grauen Zellen zwar ein ziemliches Themenwirrwarr. Aber es kommen in regelmäßigen Abständen neue Inhalte auf die eigenen Seiten. Das signalisiert Google, das die Seite nicht tot ist, was ein weiterer Bonus ist.

Fazit des Domain Age-Ansatzes

Das ist nur ein Ansatz und ich werde ihn selber noch ausgiebiger testen müssen. Doch es klingt logisch, von den OnPage Faktoren Domain Age und der Aktualisiertheit profitiere zu können, in dem man „sequenzielles contenbuilding“ betreibt, wie ich es mal nennen will. Oder was meint ihr?

Ihr seid an SEO interessiert? Dann schaut euch auch disen Artikel zu SEO bei Kategorieseiten an.

WP Multisite und Lazy Load bei Minibar-Test.de

… ist ein kontroverses Thema. Generell gibt es effektiv nur 2 Tools zur Auswahl, um seine Inhalte zu cachen bzw die eventuell lazy load in Erwägung ziehen, um so bei Page Speed Insights besser abzuschneiden:

WP Super Cache oder W3 Total Cache?

Getroffen bin auch auf die Entscheidungsschwierigkeit erst, als ich eine neue Seite (http://minibar-test.de) in meiner Multisite Umgebung erstellt habe und bei Page Speed Insights die unter Render Blocking aufgeführten Elemente angeschaut habe. Damit kommen wir auch gleich zum ersten Problem bei W3 Total Cache…

Das Rendern blockierende Ressourcen aus dem „above the fold“-Bereich entfernen

„Above the fold“ ist der Bereich der Seite oder des Artikels, der ohne Scrollen sichtbar ist. Manche Javascripts werden hierbei schon geladen, obwohl sie eingentlich erst was im Footer machen. Man kann diese Scripte, die von Google moniert werden, in den „Minify“-Bereich bei W3 Total Cache eintragen. Doch da gibt es ein Problem: Die URLs sind statisch. Man muss sie also bei jeder Seite neu eintragen… Als ich Minibar-test.de also erstellt habe, kamen wieder alle Elemente auf, die im „above the fold“ nichts zu suchen haben und die ich in der Mutterseite der Multisite eigentlich auch schon entfernt hatte. Hier zwei Bilder zum Vergleich:

w3 total cache minify javascript asynchron
In den netzwerkweiten Minify-Einstellungen (seitenspezifisch kann man das sowieso nicht einstellen) ist eine Ressource namens http://minibar-test.de/wp-includes/js/jquery/ui/slider.min.js?ver=1.11.4 (Nummer 28 in der Liste) für den lazy load vorgemerkt und wird beim PSI-Test der Mutterseite auch nicht mehr moniert. So verbleiben nur jeweils 6 Javascripte und Css-Dateien, die irreparabel zu früh geladen werden. Diese Dateien müssen aber auch früher geladen werden, weil sie elementare Befehle ausführen und man kann die PSI-Meldungen ignorieren…
Hier wirkt also die Minify-Einstellung, die Ressource solle später geladen werden!

page speed insights above fold render blocking
Beim PSI-Ergebnis von Minibar-Test wird die Ressource slider.min.js?ver=1.11.4 wieder angezeigt.
Was bei der Mutterseite wirkt, wird also bei der Tochterseite nicht beibehalten!

Fazit: Wozu dann W3 Total Cache bei Tochterseiten?

Von den Minify Einstellungen her kann man sich entscheiden, ob man hierfür W3 Total Cache benutzt. Denn jedes Mal wieder alle Ressourcen eintragen, ist sehr mühseelig. Aber es gibt auch einen Lichtblick:
Render Blocking Ressourcen fallen scheinbar nicht so schwer ins Gewicht. Während die Mutterseite 81% als PSI Wert hat, hat die Tochterseite http://minibar-test.de mit insgesamt… 80%… 1% Unterschied sond soviel Arbeit nicht wert!

Außerdem kann W3 Total Cache noch viel mehr und WP Super Cache kann das erst gar nicht (zumindest Lazy Load)… Ich rate also dennoch bei Multisites, nicht nur vom Lazy-Load Standpunkt, zu W3 Total Cache!

Kategorieseiten – SEO-Boost, aber niemand beachtet sie…

SEO-Tipps für die Kategorieseiten

Kategorie-Seiten führen ein Schattendasein, denn viele Webmaster sehen sie nur als Sammelseiten für die Artikel und die Artikel sind schließlich die wichtigsten Seiten mit dem entscheidenden Inhalt. Für den User mag das stimmen, doch für Google nicht. Sie sind vom Crawling her die ersten Seiten nach der Hauptseite (siehe Sitemap) und auch wenn sie duplicate-content haben, da sie Auszüge der Artikel ausgeben: Google geht vom Nutzer aus und weiß, dass die Kategorien dem Nutzer einen Überblick geben und Anhaltspunkt für ihn sind, wie relevant die Seite ist.
Deswegen sollten Kateorien am besten ranken, besser als die Artikel. Dafür dienen diese Tipps als Richtschnur:

Um eine Kategorie zu pimpen ist es am effektivsten, zu erst die entsprechenden Vorlagen zur Brust zu nehmen. Wollt ihr für manche Begriffe spezielle Kategorie-Vorlagen, dann müsst ihr die Standard-Vorlage kopieren und den slug der Kategorie, für die ihr eine extra Kategorie-Vorlage braucht, hinter den Namen „category“ packen.

Beispiel: category.php wird zu category-damenschuh-im-trend.php

h1-Tags und h2-Tags

Egal ob ihr die Standard-Vorlage nehmt oder eine spezielle, meist ist der titel, abhängig vom template, leider so geschrieben:

Erste Aufgabe deswegen:

zu

machen! Denn die Artikel, die im Kategorie-Archiv landen, haben meist, die Betonung liegt auf meist, den Artikel-Titel als

formatiert und es fehlt deswegen allgemein

. Das liegt aber am Theme.
So, jetzt habt ihr den Kategorien-Titel als

und die die Artikel-Titel als

, wo bleibt

?
Den packt man in die Kategoriebeschreibung. Da hier standardmäßig html-tags rausgefiltert werden, braucht ihr ein Plugin, das den Filter deaktiviert. Gut macht das das Plugin „Allow HTML in Category Descriptions„. Nun könnt ihr eine h2-Überschrift in jede Kategorie-beschreibung packen.

Formatierung und Links

Ja, auch das gehört zur selbstgeschriebenen Kategorie. Formatierung wie kursive und fette Schrift gehen ja nun dank des Plugins und man sollte sie ebenso wie bei ARtikeln einsetzen um Googles Seele zu balsamieren.
Noch wichtiger sind 1-2 Links in den Einleitungstexten der Kategorien. Schließlich sind diese SEO-technisch meist die stärksten Seiten und man sollte den linkjuice nutzen.

Das waren die SEO-Tipps für Kategorien. Nutzt die Kategorien, denn sie haben nach der Hauptseite den höchsten Pagerank!

Page Speed Insights und WP Themes

Wir alle kennen es: Man will dem User ein hübsches Theme bieten, aber es sollte auch aus Seo Sicht geeignet sein.

Page Speed Insights und Themes

Ein Ranking Faktor ist der Score bei Google Page Speed Insights. Dieser variiert je nach installiertem Theme.

Damit es nicht jeder selbst testen muss, habe ich mal die 30 beliebtesten WordPress Themes bei Google Page Speed Insights getestet.

Manche Themes erfordern zusätzliche Plugins oder Widgets für volle Funktionalität. Diese habe ich ignoriert und nicht installiert. Man sollte aber bedenken: Diese wären zusätzliche Performance-Bremsen.
Natürlich spielen noch andere Faktoren eine Rolle, eine Seite in Sachen SEO Erfolg zu garantieren…
Wichtig ist zu beachten, dass die Ergebnisse 30 Sekunden lang im Cache gespeichert werden. Wenn Änderungen an der Seite vorgenommen werden, muss man 30 Sekunden warten, bevor der Test erneut durchgeführt werden kann.

Einstellungen

Getestet wurde eine frische WordPress-Installtion ohne zusätzliche Plugins. Einzige Ausnahme: Jedes Mal wurde die Seite sowohl mit, als auch ohne W3 Total Cache getestet, da dieses sicherlich fast immer bei einer suchmaschinenoptimierten Seite zum Einsatz kommt.

Die Einstellungen des W3 Total Cache waren fast standard, also Page Cache, Minify (Auto), Database Cache, Object Cache, Browser Cache und Varnish Purge Caching aktiviert. Nur New Relic und CDN waren deaktiviert, da ich hierfür keine Zugänge habe.
Eine Lektion lehrt dieser Test sicherlich: W3 Cache ist nicht immer besser, bei manchen Themes sogar schlechter!

Beliebteste WP Themes: Charts für Performance bei Page Speed Insights

Geordnet nach Desktop-Performance mit aktiviertem W3 Total Cache Plugin, beginnend mit der niedrigsten

30. Enigma 1.8.3

Ohne W3 Total Cache:
M: 34
D: 37
Mit W3 Total Cache:
M: 78
D: 48

29. Accesspress Parallax 1.17

Ohne W3 Total Cache:
M: 38
D: 52
Mit W3 Total Cache:
M: 44
D: 60

28. Flat 1.5.6

Ohne W3 Total Cache:
M: 64
D: 75
Mit W3 Total Cache:
M: 54
D: 72

27. Vantage 1.2.3

Ohne W3 Total Cache:
M: 52
D: 74
Mit W3 Total Cache:
M: 78
D: 74

26. AccessPress Ray 1.12

Ohne W3 Total Cache:
M: 48
D: 66
Mit W3 Total Cache:
M: 54
D: 75

25. SinglePage 1.1.5

Ohne W3 Total Cache:
M: 58
D: 55
Mit W3 Total Cache:
M: 49
D: 77

24. Accesspress Lite 2.40

Ohne W3 Total Cache:
M: 48
D: 63
Mit W3 Total Cache:
M: 53
D: 77

23. Klean 1.1

Ohne W3 Total Cache:
M: 73
D: 76
Mit W3 Total Cache:
M: 73
D: 85

22. Zerif Lite 1.4.7

Ohne W3 Total Cache:
M: 57
D: 66
Mit W3 Total Cache:
M: 71
D: 86

21. Moesia 1.24

Ohne W3 Total Cache:
M: 48
D: 72
Mit W3 Total Cache:
M: 74
D: 87

20. Spacious 1.2.3

Ohne W3 Total Cache:
M: 68
D: 78
Mit W3 Total Cache:
M: 77
D: 87

19. Hueman 1.5.1

Ohne W3 Total Cache:
M: 57
D: 67
Mit W3 Total Cache:
M: 71
D: 87

18. MH Magazine lite 1.6.9

Ohne W3 Total Cache:
M: 68
D: 80
Mit W3 Total Cache:
M: 67
D: 88

17. GeneratePress 1.2.8

Ohne W3 Total Cache:
M: 68
D: 79
Mit W3 Total Cache:
M: 71
D: 88

16. Make 1.5.0

Ohne W3 Total Cache:
M: 65
D: 76
Mit W3 Total Cache:
M: 77
D: 88

15. Sparkling 1.7.7

Ohne W3 Total Cache:
M: 64
D: 74
Mit W3 Total Cache:
M: 73
D: 89

14. Virtue 2.4.1

Ohne W3 Total Cache:
M: 56
D: 66
Mit W3 Total Cache:
M: 76
D: 89

13. Catch Box 3.4.2

Ohne W3 Total Cache:
M: 66
D: 78
Mit W3 Total Cache:
M: 54
D: 90

12. EvoLve 3.1.0

Ohne W3 Total Cache:
M: 37
D: 55
Mit W3 Total Cache:
M: 48
D: 90

11. Arcade Basic 1.0.4.1

Ohne W3 Total Cache:
M: 57
D: 72
Mit W3 Total Cache:
M: 76
D: 90

10. ColorWay 3.2.9

Ohne W3 Total Cache:
M: 55
D: 70
Mit W3 Total Cache:
M: 77
D: 90

9. Twenty Fifteen

Ohne W3 Total Cache:
Mobile: 65
D: 75
Mit W3 Total Cache:
M 77
D: 90

8. Twenty fourteen

Ohne W3 Total Cache:
M: 67
D: 79
Mit W3 Total Cache:
M: 78
D: 91

7. Twenty thirteen

Ohne W3 Total Cache:
M: 67
D: 78
Mit W3 Total Cache:
M: 78
D: 92

6. Twenty Twelve

Ohne W3 Total Cache:
M: 70
D: 83
Mit W3 Total Cache:
M: 78
D: 92

5. Customizr 3.3.1

Ohne W3 Total Cache:
M: 57
D: 70
Mit W3 Total Cache:
M: 78
D: 92

4. Storefront 1.3.0

Ohne W3 Total Cache:
M: 81
D: 89
Mit W3 Total Cache:
M: 89
D: 92

3. Dynamic News Lite 1.1.1

Ohne W3 Total Cache:
M: 67
D: 78
Mit W3 Total Cache:
M: 77
D: 91

2. Point 1.2.3

Ohne W3 Total Cache:
M: 62
D: 86
Mit W3 Total Cache:
M: 75
D: 95

And the winner is…
1. Responsive 1.9.7.6

Ohne W3 Total Cache:
M: 65
D: 79
Mit W3 Total Cache:
M: 90
D: 96

Das Theme Responsive (Version 1.9.7.6) hat sich also knapp vor dem Point Theme am besten geschlagen. Allerdings sollte man auch beachten, dass ich zwar jedes mal den Cache geleert habe, Page Speed Insights aber hin und wieder etwas nachgeholfen werden musste, indem man zum Beispiel eine Weile wartet, damit auch Google sienen Cache leert. Bei manchen Ergebnissen war ich mir nicht ganz sicher, ob es 100%ig ein anderes ist, als das des Themes davor – auch wenn bei DEsktop und Mobile neue Vorschaubilder angezeigt wurden…

Nichtsdestotrotz empfehlen sich die ersten 5 Themes aus SEO-Sicht definitiv!